Presseberichte 2024

09. Mai 2024      " Europa feiern und bewahren "

„Am 9. Mai feiern wir den Europatag und damit die Errungenschaften, die die Europäische Einigung den Menschen auch hier in Monheim am Rhein gebracht hat“, sagt Roland Gunia, Vorsitzender der überparteilichen Europa-Union in Monheim. „Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit: dadurch zeichnet sich die Europäische Union wie kaum eine andere Weltregion aus. Dass dies so ist, ist kein historischer Zufall. Es ist das Ergebnis weitsichtiger und verantwortungsvoller Politik, die am 9. Mai 1950 begann“, erklärt Gunia. Damals habe der französische Außenminister Robert Schuman seine Idee einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl der Öffentlichkeit vorgestellt. Die beiden damals wichtigsten Rohstoffe für die Wirtschaft und die Rüstungsindustrie von einer gemeinsamen europäischen Behörde verwalten zu lassen, sei der Ausgangspunkt für die Europäische Integration und die heutige Europäische Union gewesen.

„Die Europäische Einigung war und ist die bewusste Entscheidung der europäischen Staaten, ihre von Nationalismus und Kriegen geprägte Vergangenheit hinter sich zu lassen und gemeinsam eine friedliche Zukunft aufzubauen“, betont der Europa-Union Vorsitzende. Den Bürgerinnen und Bürgern der EU habe diese Entwicklung nicht nur Wohlstand gebracht, sondern auch eine große politische wie persönliche Freiheit. „Grenzkontrollen zwischen EU-Staaten sind heute die Ausnahme. Es gibt gemeinsame Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Menschen haben das Recht, in anderen EU-Ländern zu leben, zu arbeiten oder zu studieren. Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben sich zum Schutz der Grundrechte, zur Bewahrung der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet. Nicht zuletzt wurden auch in unserer Region mithilfe von EU-Geldern viele Projekte im Bereich Beschäftigung, Kultur und Infrastruktur gefördert“, so Gunia.

„Mit großer Sorge sehen wir deshalb, dass extreme Parteien in Deutschland und Europa die gemeinsamen europäischen Werte ablehnen und die Europäische Union abschaffen wollen“, sagte Roland Gunia. „In einem Monat, am 9. Juni, wird das Europäische Parlament gewählt. Prognosen sehen einen Zuwachs für antieuropäische Parteien. Deshalb ist es jetzt noch dringender, dass alle, denen das geeinte Europa und die Demokratie am Herzen liegen, ihre Stimme nutzen. Die Europa-Union ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, zur Europawahl zu gehen und eine proeuropäische Wahlentscheidung zu treffen“, sagt Gunia.

Kurzinformation Europa-Union: Die Europa-Union Deutschland ist die größte demokratisch organisierte und lokal verwurzelte Bürgerinitiative für Europa in Deutschland. Mit ihren über 16.000 Mitgliedern und mehr als 250 Kreisverbänden setzt sie sich seit 1946 für die europäische Einigung ein – unabhängig und überparteilich. Wie auch ihre Jugendorganisation JEF Deutschland ist die Europa-Union mit ihren Partnerverbänden unter dem Dach der Union Europäischer Föderalisten (UEF) europaweit vernetzt. www.europa-union.de

16. März 2024  "Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Monheim am Rhein"

Gemeinsam auf der Bühne: Bürgermeister Daniel Zimmermann und Integrationsbeauftragte Melissa Ergen 

von rechts: Roland Gunia, Vorsitzender der Monheimer Europa-Union, Bruno Kosmala,

Manfred Klein, stellvertr. Vorsitzender,  und Peter Esch

Bilder: EU Monheim am Rhein

05. März 2024  Junges Europa - Lasst uns um Europa kämpfen ! - Lesung und Diskussion mit Nini Tsiklauri

Roland Gunia, Vorsitzender der Monheimer Europa-Union und der Leiter der VHS Monheim, Christoph Leven, begrüßten die Autorin, Schauspielerin, Musikerin und politische Aktivistin Nini Tsiklauri in den Räumen der Volkshochschule zu einer Lesung mit anschließender Diskussion.

 

Nini Tsiklauri begrüßte in der Diskussion die Herabsetzung des Wahlalters bei der Europa-Wahl auf 16 Jahre. Damit besteht die Chance bereits junge Erwachsene von der Idee eines vereinten Europas zu begeistern. Hierbei sind aber auch die Schulen und das Elternhaus in der Verpflichtung. Eine Gefahr sieht sie darin, dass sich in den Sozialen Medien oftmals extremistische Parteien und Europafeinde tummeln und die Jungwähler/innen zu verführen.

 

Die Autorin zeigt sich besorgt darüber, dass die Freiheitsrechte der EU wie Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, freie und faire Wahlen und die Vielfallt der Medien in Gefahr sind, weil diese von vielen als selbstverständlich angesehen, aber insbesondere von rechtsextremen Parteien in Frage gestellt werden. In einigen Ländern außerhalb der EU wäre man sehr dankbar, wenn man über solche Freiheiten verfügen würde.

 

In Ihrem Buch „Lasst uns um Europa kämpfen“ schildert die gebürtige Georgierin Tsiklauri ihre Erlebnisse während eines Besucht bei Ihren Großeltern. Ihre Heimat Georgien wurde während ihres Aufenthaltes von der russischen Armee angegriffen. Auf ihrer Flucht zur Grenze hat sie Luftangriffe und Kampfhandlungen miterlebt. Ihre Videos von der Flucht wurden später im georgischen Fernsehen gezeigt.

 

Nini Tsiklauri wünscht sich für ihr Heimatland Georgien einen zügigen Beitritt zur NATO und mittelfristig auch eine Mitgliedschaft in der EU. Dafür müsste aber die prorussische Regierung abgewählt werden Die proeuropäische Opposition wird aber massiv an ihrer Arbeit gehindert. Viele Oppositionelle wurden in den letzten Jahren inhaftiert oder mussten das Land verlassen. Sie wünscht sich daher mehr politische Unterstützung durch die EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten der EU.

 

Tsiklauri hofft, nach der Europawahl im Juni selber als Abgeordnete der Europaparlaments tätig zu sein. Sie kandidiert in ihrer Wahlheimat Österreich für ein solches Mandat.

 

 v.l. Jennifer Löchel (VHS Monheim), Regina Konrad (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Monheim am Rhein), Christoph Leven (Leiter VHS), Nini Tsiklauri (Autorin), Roland Gunia (Vorsitzender EUD Monheim am Rhein)

Bilder: EU Monheim am Rhein